Internationaler Workshop zu Bildung und freiwilligem Engagement im Alter als Impuls für ein friedliches und solidarisches Europa

Wie kann Bildung im Alter dazu beitragen, im Sinne von Empowerment das Engagement älterer Menschen zu stärken und zu befördern? In dem internationalen Workshop “Bildung und freiwilliges Engagement im Alter“ diskutierten vom 9. bis 11. Mai 2019 in Ruse/Bulgarien 55 Vertreterinnen und Vertreter aus Bulgarien, Rumänien und Deutschland die aktuellen Herausforderungen in der Seniorenbildung und Engagementförderung. Die Teilnehmenden tauschten ihre Erfahrungen aus, lernten Praxisbeispiele aus den verschiedenen Ländern kennen und entwickelten Ideen für die weitere transnationale Zusammenarbeit, die über das internationale informelle Bildungsnetzwerk des Vereins „Danube-Networkers for Europe (DANET) e.V. weiter vorangetrieben wird. In Workshops tauschten sich die Teilnehmenden zu den Themen Seniorenbildung, Internet, Freiwilligenarbeit und transnationaler Kooperation aus und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse im Plenum.

Über ein umfassendes Begleitprogramm erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Lebenswelt älterer Menschen in Bulgarien: Bei dem Besuch eines „Pensionärs- Clubs“ in Ruse erlebten die Teilnehmenden die Herzlichkeit der Gastgeberinnen und Gastgeber und ihre Freude am Singen und Tanzen. In Ryahovo erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die vom Bread House Network in Sofia entwickelte Methode „Gemeinsames Backen zur Förderung der Gemeinschaftsbildung“. Hierbei werden auf kreative Weise die Zutaten und der Prozess des Backens mit der persönlichen Entwicklung und den Entwicklungen in der Gesellschaft in Verbindung gebracht. Am Ende des Workshops äußerten die Teilnehmenden den Wunsch, mehr voneinander zu erfahren und stärker über die Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten – ganz im Sinne eines friedlichen und solidarischen Europas.

Der Workshop wurde veranstaltet vom Institut für virtuelles und reales Lernen in der Erwachsenenbildung an der Universität Ulm (ILEU) e.V. in enger Kooperation mit der Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO e.V.) und der Universität in Ruse „Angel Kanchev“. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen:
Institut für virtuelles und reales Lernen in der Erwachsenenbildung an der Universität Ulm (ILEU e.V.) Schweinmarkt 6, 89073 Ulm, Frau Carmen Stadelhofer, [email protected], Tel:+ 49 (0) 731 379 951 66

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO e.V.), Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik, Thomas-Mann-Str. 2-4, 53111 Bonn, Frau Silke Leicht, [email protected], Tel:+49 (0)228 24 99 93 25

Click HIER um die Ergebnisse des Workshops zu sehen!

Erste Internationale Donau-Strategiekonferenz von SI Danube Soroptimistinnen aus sechs Donauländern verabschieden Aufruf zur Europawahl

Der Soroptimist-Club Ulm-Donaustadt hat im Mai (1.-3.5. 2019) die erste Tagung des neuen Donaunetzwerks SI-Danube mit dem Partnerclub in der bulgarischen Donaustadt Ruse veranstaltet.

Vertreterinnen aus Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Österreich, Belgien und Deutschland entwickelten bei der zweitägigen Konferenz in der Universität Ruse Strategien zur weiteren Vernetzung. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Verabschiedung eines Aufrufs zur Europawahl vor dem Hintergrund des wachsenden Populismus und einer geringen Wahlbeteiligung in den osteuropäischen Ländern bei der letzten Wahl zum Europaparlament 2014. Die Frauen aus Ost und West riefen dazu auf, für Kandidaten und Kandidatinnen in den EU-Mitgliedstaaten zu stimmen, die für soziale Gerechtigkeit und Fortschritt, den Schutz der Menschenrechte und für Gleichberechtigung eintreten. Der Inhalt der Tagung und der Wahlaufruf fanden vor Ort ein großes Medienecho.

Das informelle Netzwerk gab sich in Ruse eine Struktur. Annette Schmidt vom SI Club Ulm-Donaustadt wurde zur Vorsitzenden des SI-Danube-Kommittees gewählt, in das Clubs aus jedem Land künftig Vertreterinnen entsenden. Die Ulmer Donaunetzwerkerin Carmen Stadelhofer, (Gründerin der Danube Networkers und von ILEU) ist Ehrenvorsitzende der Vereinigung.

Aus einer Reihe von Vorschlägen für gemeinsame Donauprojekte entschied sich die Konferenz für eine erste Schwerpunktarbeit im Bereich Bildung zu Donauwasserqualität und Umwelt.

Das neue Netzwerk SI Danube wurde auf Initiative des SI Clubs Ulm-Donaustadt bei einem soroptimistischen Treffen anlässlich des Internationalen Donaufests Ulm/Neu-Ulm im Juli 2018 gegründet. Über ein effektives Netzwerk unterstützt es die Verbreitung der Ziele von Soroptimist International und fördert das persönliche Kennenlernen von Frauen in den Donauländern.

Kontakt: Anita Schlesak, Präsidentin Soroptimist Club Ulm-Donaustadt 2018-2020, Tel.: 0172-45 26 838

 

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EESC) zeichnet die Danube-Networkers 2018 für ihr zivilgesellschaftliches Engagement im Projekt „Bread connects“ aus.

Überreichung des ersten Preises durch den Präsidenten Luca Jahier an Carmen Stadelhofer, Vorsitzende DANET e.V., Ulm und Prof. Emilia Velikova, Vizepräsidentin, Ruse, am 13.12.2018 in Brüssel

Im Dezember 2018 wurden die Danube-Networkers für ihr Projekt „Bread connects – Brot verbindet“ mit dem ersten Preis des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses in Brüssel ausgezeichnet.  Der EESC erachtete diese Initiative als preiswürdig, weil sie in besonders eindrucksvoller Weise dem diesjährigen Thema „Identitäten, europäische Werte und kulturelles Erbe in Europa“ entspricht. Eingegangen waren in diesem Jahr rund 150 Bewerbungen aus 27 EU-Mitgliedsstaaten. Die fünf besten Einsendungen wurden mit einem Preisgeld bedacht. Ziel des jährlich verliehenen und mit insgesamt 50.000 € dotierten Preises ist es, Organisationen und Einzelpersonen zu fördern, die mit ihren Projekten einen kreativen und innovativen Beitrag zur Förderung der europäischen Identität und Integration leisten.

Bild: Überreichung des ersten Preises durch den Präsidenten Luca Jahier an Carmen Stadelhofer, Vorsitzende DANET e.V., Ulm und Prof. Emilia Velikova, Vizepräsidentin, Ruse, am 13.12.2018 in Brüssel

Start des Projektes „Tastes of Danube: Bread Connects“ im Frühjahr 2017

Das erfolgreiche Projekt „Tastes of Danube“ wird fortgesetzt – Start des Projektes „Tastes of Danube: Bread Connects“ im Frühjahr 2017

Das sehr erfolgreiche, intergenerationelles und interkulturelles Donauprojekt „Tastes of Danube: Bread. Wine. Herbs – Geschmack der Donau: Brot. Wein.  Kräuter“ wird fortgesetzt. Im Folgeprojekt „Tastes of Danube- Bread Connects“  soll an die Erkenntnisse und Erfahrungen im Projekt „Tastes of Danube-Bread.Wine.Herbs“ angeknüpft und auf diesen aufgebaut werden.

Im Zentrum des Projektes „Tastes of Danube: Bread Connects“  steht die Förderung der Bewusstseinsbildung für die gemeinsamen kulturellen Wurzeln im Donauraum und in Europa und die Stärkung der Donaugemeinschaft  durch die Beschäftigung mit dem Thema „Brot“. Durch verschiedene Aktivitäten sollen Bürger/-innen aller Altersgruppen, Ethnien und sozialen Lagen eingeladen werden, Brot als gemeinsames immaterielles Kulturerbe zu erleben, das sich in vielen Facetten des Lokalen wiederfindet. Es soll durch gemeinsames Tun auf lokaler und transnationaler Ebene erfahrbar gemacht werden, welche Möglichkeiten das Kulturerbe Brot im Hinblick auf den intergenerationellen und interkulturellen Dialog, den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung  im Donauraum und in Europa bietet.

http://bread-connects.tastes-of-danube.eu/

 

Start des neuen Projektes „Open Doors for Danube Countries for All“ (ODDA) im Frühjahr 2017

Hintergrund: Europaweite Begegnungsprogramme und Projekte von großer Bedeutung, durch sie werden europäische Gedanken weitergetragen, gegenseitige  Vorurteile und Berührungsängste abgebaut, andere Rollenverhalten und Formen des bürgerschaftlichen Engagements kennengelernt. Erfahrungen im Rahmen der europaweiten Erwachsenenbildung, speziell in den Donauländern, haben jedoch gezeigt, dass viele Menschen eine Scheu haben, sich an transnationalen Begegnungsprogrammen zu beteiligen oder in Westeuropa, in die südöstlichen Länder zu reisen. Diese Scheu besteht besonders bei bildungsbenachteiligten (älteren und jüngeren) Bürger/-innen, ist aber auch bei Menschen festzustellen, die über ein hohes Maß an verfügbarem Wissen in der eigenen Kultur verfügen. Diese Scheu basiert auf fehlenden sprachlichen Verständigungsmöglichkeiten auf Englisch bzw. der jeweiligen Landessprache, auf fehlenden Erfahrungen mit den anderen Kulturen in gelebten Alltagssituationen, Ängsten, aus diesen Gründen bei Begegnungen mit den Donaunachbarn kein Verständigungs- und Handlungsrepertoire zu haben und in für sie peinliche Situationen zu kommen. Dies ist durch die langjährige Trennung Ost- und Westeuropa und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Systeme und deren Auswirkungen besonders bei transdanubischen mit Partnern aus südöstlichen Donauländern festzustellen.

www.odda.eu